Die griechische Mythologie bezieht sich häufig auf Chalkidiki: In Kassandra ist der Erdbebenriese Enceladus begraben. Der Berg Athos entstand aus dem Felsen, den der gleichnamige Riese gegen die Götter warf, und Sithonia verdankt seinen Namen Sithon, dem Sohn des Poseidon. Das Wort „Mythen“ bedeutet zwar Geschichten, deutet aber auch auf den Versuch hin, seit der Antike die Besonderheiten dieses Ortes zu erklären.
Wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass die Geomorphologie der prähistorischen Chalkidiki ganz anders war als heute. Auch Flora und Fauna unterschieden sich. Fossile Überreste von Elefanten und anderen Arten wurden in Nikiti, Vrasta, Triglia u. a. gefunden und zeugen von einer Zeit ohne menschliche Präsenz.
Funde aus der Petralona-Höhle zeigen, dass die menschliche Präsenz über 700.000 Jahre zurückreicht, während der Schädel des Urmenschen auf etwa 200.000 Jahre datiert wird. Organisierte Gesellschaften erscheinen ab 4000 v. Chr., mit Thrakern und Pelasgern als ersten Bewohnern.
Sithonia ist die mittlere Halbinsel von Chalkidiki, zwischen dem Toroneos- und dem Singitischen Golf, die am Kap Drepano endet.
1922 begann mit der Ansiedlung von Flüchtlingen aus Kleinasien eine neue historische Periode. 27 neue Dörfer wurden gegründet. Metamorfosi war ein Klostergut des Klosters Dionysiou und 1950 wurde das erste Kinderlager eröffnet.
Die Hauptbeschäftigungen der Bewohner sind Tourismus und Fischerei Der Strand ist mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Es gibt Schulen und kulturelle Aktivitäten. In der Nähe befindet sich die Einsiedelei des Heiligen Johannes des Täufers (1975).
